Gestern war wieder so ein Tag. Einer, an dem es ausschließlich regnete, wir uns auf dem Sofa aalten und letzten Endes den eigenen Augen kaum Glauben schenken mochten, als am frühen Abend der wolkenverhangene Himmel unverhofft aufriss. Es genügten wenige Schritte über den heimischen Hof, gekrönt vom Anblick eines imposanten Regenbogens, um in mir einen gewissen Impuls auszulösen. Ich konnte also gar nicht anders – ich musste los. Getreu dem nordischen Motto: Wat mutt, dat mutt. 🙂

Gestern gab es neben starken Impulsen, die zu kurzerhand ergriffenen Chancen führten, aber auch das hier, das einfache Glück – und davon wirklich ne ganze Menge! Obendrauf erlebten wir allerdings auch noch das Phänomen des Meeresleuchten. Der Himmel brannte, die Wolkendecke wurde dichter, stellenweise leuchtete das Meer. Eine Fähre aus Schweden steuerte den Hafen von Travemünde an, begleitet von lautstark kreischenden Möwen. Einige lachten, andere zeigten lediglich ihre Flugkünste.
Es waren wenige, zugleich nur kurze Momente. Am Heimatmeer. Und doch lang genug, um uns mit simplen Glück zu beschenken. Ganz zu schweigen von der Gelegenheit, schier endlos zu fühlen… ❤