Der Bayerische Wald. Ich könnte sicherlich unheimlich viel darüber schreiben, mich förmlich in reinsten Schwärmereien verlieren, werde jedoch versuchen, mich zurückzuhalten – weiß ich doch, dass dies nicht der erste und letzte Beitrag ist, in dem ich über meine Erlebnisse in einem der schönsten Waldgebiete Deutschlands berichten werde…
Was bedeutet er mir nun, der Bayerische Wald? Nun, dank meiner Mutter bin ich sozusagen eine halbe Bayerin. In meiner Kindheit verbrachte ich regelmäßig die Hälfte der Sommerferien in dieser Gegend. Damals wusste ich die „Berge“ und den Wald zwar noch nicht annähernd so zu schätzen, wie ich es heute tue, aber ich fühlte mich hier schon recht früh sehr wohl, freute mich jedes Mal, wenn es hieß: „Heute fahren wir endlich wieder zu unseren Tanten, zum Onkel und zur Oma nach Bayern!“… Bayern, das war für uns gelinde gesagt nichts anderes als der Bayerische Wald. Bayern, das waren ganze Sommertage, die wir im Freibad verbrachten und Sommerabende, die wir auf der Terrasse meiner Tante ausklingen ließen. Das waren Besuche im Kuhstall meines Onkels, das waren Wurstsalat+Brezel – und das war diese Gegend, mit ihren Hügeln. Na gut, für uns waren auch das richtige Berge…Diese Gegend mit ihren Seen und diesem Wald, diesen kleinen Wiesen, die besonders im Sommer einen Geruch verströmten, den ich noch heute auf Anhieb erkenne und der mich nach wie vor an genau diese Zeit erinnert…
Kurzfassung: Ich habe einen Teil meiner Wurzeln hier unten. Eine Tatsache, die mich fast ein bisschen stolz macht. Nach und nach stellt sogar die bayerische Verwandtschaft fest: „Ja mei, so wird ja doch noch eine Bayerin aus dir!“ Recht haben sie. Mittlerweile habe ich meine erste Tracht. Aber nicht nur das – mittlerweile bin ich auch selbst sehr vernetzt hier. Auf eine Art und Weise, die ich mir nicht einmal in meinen Träumen ausgemalt hätte… 🙂
So kam es also, wie es kommen sollte: Frau T. lud mich zu sich ein. Ich verbrachte ein ganzes Wochenende inmitten des Bayerischen Waldes. Die gleiche Leidenschaft zu teilen, verbindet. Schweißt zusammen. Ist so unheimlich viel wert. So bin ich mehr als dankbar, dass ich Frau T. und Hündin Bonny ins Revier begleiten durfte. Bewaffnet mit der Kamera – und wer mich kennt, der weiß, wie sehr mich diese Tatsache allein freut… 🙂